Sie waren überall, an der Kasse, der Kuchentheke, sie schwitzten am Grill. Sie schnitten Brötchen auf, rührten die Soße für Hamburger und Currywurst. Man sah sie durch die Bänke flitzen und Geschirr abräumen und an der Spülmaschine stehen. Den Geistlichkeiten standen sie als hilfreiche Assistenten bereit und waren Unterhalter und Gesprächspartner allezeit.
Nein, nein, nicht dass Sie jetzt glauben hier hätte eine Invasion grüner Männchen (Frauchen) vom Mars oder einem bisher unbekannten Planeten stattgefunden. Davon konnte nicht die Rede sein. Es waren all die vielen Helfer, die das Dorffest im Unterhof am 13. Juli zu dem jährlichen Sommerereignis machten. In diesem Jahr war es wirklich ein ausgesprochenes Sommerfest. Es lag wohl an der guten Laune der Helfer, die schon an den Vortagen den Festplatz freundlich und einladend mit Blumen schmückten, putzten, Bierkisten schleppten und Gläser spülten.
Ein gute Laune Himmel strahlte ebenso das ganze Wochenende auf Helfer und Gäste herab. Es waren alle gekommen, die Kleinsten und die Allerkleinsten, Zwei – und Vierbeiner, jeder vergnügte sich wie es ihm am besten tat. Ein Schläfchen in Papas Arm oder einfach unterm Tisch in bester Gesellschaft, wie man´s mag.
Das Gespräch mit Nachbarn, Freunden und den Gästen, ist das wichtigste an diesem Fest im Unterhof, Zeit füreinander haben und den Augenblick genießen.
Die Pferdemädels, hübsch bezopft, zogen die Kutsche mit der Kinderschar durch den Wald, hatten aber vielleicht der heißen Temperaturen wegen am späten Nachtmittag nicht mehr so richtig Lust den immer gleichen Weg zu traben. Mir schien, sie hatten noch was anderes vor an diesem Tag, so schön wie sie herausgeputzt waren. Begonnen hat das Fest wie immer mit einem gemeinsamen Gottesdienst und genau zu diesem Zeitpunkt war doch wieder der Elektrowurm drin, er saß wohl in dem Verstärkerkasten für das Mikrofon. Da soll mal einer sagen, dass ein Herr Pfarrer zwei linke Hände hat, dies wurde hier hinreichend widerlegt. Pfarrer Grammetbauer nahm sich der Sache an während Pfarrer Binder mit den grünen Männchen noch ein Schwätzchen hielt.
So soll ein Dorffest sein, gemeinsam, entspannt und voller Lebensfreude mit viel Arbeit, davor, dabei, danach.
Den vielen grünen Männchen und all den anderen sagt der Vorstand des Heimatvereins ganz herzlich danke.
G. Krewing-Rambausek