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Eierlauf 2014

Eierlauf 2014
1. April 2014

Vieles ist noch wie es war als vor 22 Jahren der erste Unterhöfer Eierlauf im alten Ortskern von Unterhof statt fand. Der Tag stimmt, der Ort stimmt, die Uhrzeit ist die gleiche geblieben. Wahrscheinlich enthält die leicht geschwungene Kurve der ausgelegten Eier noch die gleiche Anzahl derselben wie vor 22 Jahren. Einer weiß es genau, man könnte ihn ja mal fragen. Seit 22 Jahren legt Knut Schmitt, unser Kassier (der kann mit Zahlen sehr gut umgehen) die rohen Eier sorgfältig und präzise aus. Schon in der Woche vorher ist die Frage „Hält das Wetter?“ unumgänglich. Groß ist dann die Kinderschar, die sich unruhig um den Startplatz tummelt. Skeptisch wird die Lage überblickt und auch der Gegner bleibt davon nicht ausgenommen. Die Regeln werden dann erklärt, so wie seit 22 Jahren gut bewährt. Die Kinder haben es längst durchschaut, wobei so manches Elternteil doch etwas länger dazu braucht. Doch unser Vorstand ist geduldig und er erklärt zum x-ten Mal!

Stehen die zwei Mannschaften dann bereit, begrüßt Wolfgang Laier wie in jedem Jahr das Publikum und die Läuferschar. Dass auch nach 22 Jahren doch noch keine Routine aufkommt, bewies er schlicht und begrüßte alle Anwesenden am Ostermontag zum „diesjährigen Weihnachtsmarkt“. Das war schon mal ein guter Start. Wer sich die Läufer aufmerksam ansah, bemerkte schlicht: auch Technik, Laufschritt, Outfit, Schuhwerk und Mimik sind beständig.

Wer nicht alleine über die Runden kam, nahm sich ganz einfach Verstärkung mit. So durften Papa, Mama, Tante, Onkel und so weiter ganz kräftig tragen, schieben und geleiten. Auch konnte man sich dem Eindruck nicht erwehren, da gab es Läufer und Läuferinnen, die wurden schlicht gelaufen, auch wenn sie gar nicht wollten. Natürlich wurde die Strecke vorher schon genau inspiziert, man will ja schließlich nichts dem Zufall überlassen, Kopf unter kann man die Lage der Eier auch ganz gut erfassen.

Wie immer lagen die Mannschaften zum Ende des Laufes Kopf an Kopf und fast jedes Ei fand seinen Platz mit Hilfe von Anton und Helml im gut gepolsterten Heukorb.

Natürlich blieb auch manches auf der Strecke ganz einfach liegen und hatte sich verdünnisiert, nicht mehr zu gebrauchen für den Rühreischmaus! Zum Siegerfoto auf der Treppe gruppierten sich die Teilnehmer des Laufes auch wie in jedem vergangenen Jahr. Was fehlte noch? Ach ja, der Osterhase, der war natürlich auch noch da. Sehr zuverlässig und putzmunter, ganz ohne Stress und Hast verteilte er an alle Kinder aus seinem mitgebrachten Korb die Ostereier bunt gefärbt.

Er ließ sich Zeit für einen kurzen Plausch, posierte für die Fotografen auch. Danach verschwand er still und leise auf seinen Hasenpfoten. Es war ja seine letzte Station wie jedes Jahr am Ostermontag im Unterhof. Nun hat er Pause für ein ganzes Jahr. Das Rührei mit Speck und Zwiebeln war nun auch soweit und schmeckte gut so wie in der vergangenen Zeit.

Hier zum Schluss stellt sich jetzt die Frage, was war denn anders als in der Zeit vor 22 Jahren. Dem, der guten Beobachter/in mag nicht entgangen sein, was sich gewandelt hat. Da sah man Mütter, die vor diesen Jahren mit ihren Kindern auf der Strecke waren, die liefen jetzt mit sicherer Hand ganz flott und schick mit ihren Enkelkindern jede Runde mit. Diese fröhliche Veranstaltung ist und bleibt für alle Generationen in jedem Jahr ein fröhliches Zusammentreffen.

G. Krewing-Rambausek