Alles was man braucht um einen leckeren Kuchen zu backen steht meist in Büchern, groß und klein, mal dick, mal dünn. Die besten Rezepte aber sind die, die über Generationen von Urgroßmutter, zur Oma, zur Mutter und dann in der eigenen Küche landen. Es sind die, die immer gelingen und immer und jedem soooo gut schmecken. Es sind die bewährten Zutaten, die über Generationen in der Kuchenform verschwinden und dann im Backofen vollendet gelingen.
Nicht anders ist es beim Eierlauf im Unterhof. Seit Jahren ist das Rezept bewährt und wird regelmäßig am Ostermontag wieder aus der Organisations-Schublade geholt. Wenn man die Regeln einhält und die Zutaten der richtigen Reihenfolge nach dazu gibt und ganz wichtig, das Original-Triebmittel darf zum Schluss nicht fehlen, genau dann, wenn alles passt und stimmt wird ein super, lustiger, vollendeter Ostermontag-Eierlauf daraus. Grundlage des Rezeptes sind die Eier, es steht ja auch Eierlauf und nicht Apfel- oder Käselauf in der Ankündigung in der Homepage des Heimatvereins. Diese müssen frisch gesammelt werden am Ostersamstag im Dorf von erfahrenen Frischeiersammlern.
Kühl gelagert bei Wolfgang Laier im Keller werden sie dann ausgelegt in zwei Reihen, je 70 in einer, nicht mehr und nicht weniger sonst haut‘s nicht hin mit dem Rezept. Dann gehören dazu die Zwiebeln und der Speck, das frische Brot, die Pfanne samt den Männern mit dem Rührbesteck! Getränke, Tisch und Bänke, die stehen da damit auch alle das Gelingen im sitzen schon genießen können. Ein wenig Ungeduld gehört zum Ganzen, die Frage ob die Mischung stimmt bleibt immer offen bis es gelingt!
Die gute Hand von oben trägt zur Vollendung bei und schickt genau zur Stunde eine Prise Sonnenschein. Der Ausgang ist noch immer offen so lange nicht geklärt ist wie stark und in welcher Menge jeweils zu dieser Stunde das Triebmittel vorhanden ist. Da ist es ganz genau wie bei dem Kuchen ohne Triebmittel wie Backpulver oder Hefe kann man das Ganze nicht genießen.
In diesem Jahr ich kann euch sagen, da stand’s bereit in allen Farben und mit geballter Kraft und Energie, gedopt mit elterlicher Hilfe und Opas Ausdauer samt Omas Leidenschaft.
So geht der Eierlauf erst richtig auf, wird rund, wenn viele Kinderfüße und auch Hände das Ganze unter Zuspruch, Lachen und Applaus vollenden.
Gelungen ist die ganze Show, es gibt das Rührei mit Speck und Zwiebeln wie man’s mag. Was Süßes von dem Hasen, der sich herausgeputzt hat für den Tag.
Was mir besonders auffiel: der Osterhase, er trug einen Bart und hatte nicht nur Hasenaugen für Kinder und Salat.
G. Krewing-Rambausek