Unter diesem Thema meldeten sich 12 Kinder aus der Region zum Ferienspaß mit dem Heimatverein Unterhof e. V. an.
Dass es dann nur 11 zum verabredeten Treffpunkt am Waldspielplatz am Rande des Kirchenrückwaldes schafften, tat dem ganzen Unternehmen keinen Abbruch. Denn! Pauline und ihr großer Bruder Alexander waren mit von der Partie. Gehörte doch ihre Mutter mit zu dem Betreuungsteam, dass die Kinderschar im Schatten der Lindenbäume am Spielplatz herzlichst begrüßte.
Wolfgang, Knut, Monika, Nicole, Anette und ich bildeten das flexible, ausdauernde und hitzebeständige (35°) Begleitteam durch den Wald am Nachmittag des 2. August. Kappe, Rucksäckchen und Zeckenschutz, Wasserflasche für den Durst, Namenschilder auf die Brust - so konnte es losgehen. Doch erst mussten die netten Mütter sanft nach Hause geschickt werden nachdem alle Formalitäten erledigt waren. Und dann ging es so richtig los ins Abenteuer Wald und allem was darin verborgen war. Die Reise begann und schon starteten die Kinder mit Vogelnamen zu ihrem Flug in das Land, in dem sie den kommenden Winter verbringen wollten, sollten!? Da flogen Rotkehlchen nach Afrika, ob das wohl das rechte Ziel für diese Vögel war? Die meisten Kinder wussten gut Bescheid und der Storch unter ihnen nahm den Ring, der zu ihm passte und flog davon nach Afrika. Der Specht, der Spatz und viele andere, die blieben da.
Im kühleren Wald bei 30° wollten wir wissen wer wohl in diesem Nistkasten mit seiner Familie gelebt hatte im Frühling. Wolfgang mit Leiter, Zange und Gerät, holte zwei Kästen vom Baum und schon war zu sehen, dass der eine Kasten ganz zugeklebt war, mit Lehm! Drin wohnte übers Jahr der Kleiber, was nicht schwer zu erraten war. Im anderen Kasten hatte Familie Kohlmeise mit ihren Kindern den Frühling verbracht. Nun hatten Nachmieter die Wohnungen bezogen. Nachtfalter und Fledermäuse hatten es sich bequem gemacht.
Es gab viel zu lachen und zu diskutieren auf dem Weg zum kleinen Steinbruch wo das Picknick auf die Gruppe wartete. In den Becherlupen, die die Kinder mit auf den Weg bekommen hatten, landeten Schnecken, Käfer, Spinnen und die frischen grünen Früchte der Eichen, auch ein Weberknecht für kurze Zeit.
Es lockten Pflanzen, die besonders aussahen und gemeinsam stellte man fest, dass die orange Früchte des Aronstabes und die dicke, blaue Beere der Einbeere nicht zum Essen geeignet waren und trotz ihrer Giftigkeit in unseren Wald gehören. Die Pferdeäpfel auf dem Weg waren auch nicht uninteressant, waren sie doch gerade frisch von einem Pferd gefallen.
Die Truppe harmonierte gut, ihr Wissensdurst und Forschergeist war groß und ungetrübt. Die Spuren in der Lehmpfütze wurden klar erkannt, da war eine dicke S…durch den Wald gerannt! Im Falternetz landete - nach ein paar Fehlversuchen - zum allgemeinen Vergnügen ein kleiner blauer Schmetterling, der, nachdem seine Bestimmung sicher war - es war ein Faulbaumbläuling -, sich schon wieder in der Freiheit sah.
Zwei Kaisermäntel groß und prächtig waren der Hit zum aufgetischten Gelage im kleinen Steinbruch.
Dort im Reich des Königs der Vögel (Zaunkönig) ließen Kinder und Assistenten sich das liebevoll zubereitete Picknick schmecken.
Nach der Schlossbesichtigung und der entsprechenden Geschichte dazu gab man sich zum Empfang beim schwarzen Dachs!
Ein Spiel, das es ganz sicher in sich hat. Ein Glück dass jede Gruppe einen Assistenten/in bei sich hatte, obwohl die schlauen Kinder des Rätsels Lösung auch ohne Hilfe der Erwachsenen geschafft hätten. Gespannt und voller Konzentration waren sie dabei: Wo war der Fuchs oder waren es drei und das Eichhörnchen wer weiß das schon? War da nicht auch noch ein kleiner Spatz an irgendeinem Platz. Schon waren die 4 Stunden fast ratz fatz um und plaudernd, lachend, tausend Fragen fragend ging es zurück zum Spielplatz, wo schon die Eltern warteten. Doch wie es bei jedem tollen Stück auf jeder Bühne ist wenn Schauspieler und Besucher glücklich waren, ließ auch hier die Zugabe nicht auf sich warten.
Der schwarze Dachs er lud zum Abschiedsempfang noch einmal ein und ohne Verdruss standen die Eltern wartend bis zum Schluss.
Danke an alle Kinder, an Wolfgang, Knut und Monika, an Nicole und Anette für das Gelingen dieses Nachmittags im Kirchenrückwald.
G. Krewing-Rambausek