Ab in den Wald hieß es an dem heißesten Tag in diesem Jahr. Bei Temperaturen um 40° starteten alle angemeldeten Kinder gut versorgt mit Getränken und ihrem Ferienspaßteam auf dem Parkplatz am Kirchenrückwald.
Abenteuer, Überraschung, Staunen und ganz viel für die Lachmuskeln war in den 4 Stunden angesagt. Das fing schon an als Wolfgang Laier den ersten Nistkasten vom Baum nahm und zur Überraschung die Blaumeisenmutter vergessen hatte das letzte Ei noch auszubrüten. Im zweiten Kasten war dann schon ein größeres Drama zu vermuten.
Da lagen noch alle Eier in dem Kohlmeisennest. Was da wohl geschehen war? Es gab viele Spekulationen dazu. Sicher war, dass das Nest perfekt war und mit Haaren von Reh und Wildschwein gepolstert wurde. So eine Nistkastenbesichtigung macht durstig und die erste Trinkpause war fällig. Ohne große Probleme lagerte die ganze Gruppe auf dem Waldweg für ein paar Minuten.
Da gab es so viel zu sehen, giftige Pflanzen und Beeren, fremde Pflanzen aus anderen Ländern und das Hexenkraut! Schnell war klar was man mit einem guten Hexenspruch und dem Kraut so alles zaubern und verzaubern kann. Nur Gutes natürlich und nur mit dem Hexenkraut aus dem Kirchenrückwald. So manches Pflänzchen verschwand in den Hosentaschen. Ob es wohl zu Hause auch gelungen ist, das gute Verhexen?
Im Schneckentempo ging es den Berg hinauf in Richtung Kälberer Hütte.
Wo die Vögel ihren Winter verbringen, das erprobten die Kinder auf der langen geraden Strecke oben im Wald, da gab es genug Platz um zu fliegen, wenn man als Vogel hier im Winter nicht bleiben kann. So manch ein kleiner Vogel hatte sich total überschätzt und meinte er müsste mit den Störchen über die Sahara fliegen. Da war der Entschluss des Rotkehlchens hier im Lande zu bleiben doch eine kluge Entscheidung. Dann wurden noch die Ringe angeschaut, die manche Vögel an den Beinen tragen und dadurch einem guten Beobachter mit Fernglas ihre Reiseroute verraten. Wer ist gerade wo und fliegt der Vogel oder macht er eine Pause. Das Wort Pause brachte wieder Wolfgang ins Spiel. Mit seinem Wasservorrat auf dem Traktoranhänger war er immer in der Nähe um leere Wasserflaschen auszutauschen. Nach so viel Überlegen und Schneckentempo meldete sich dann auch der Hunger, nicht nur der Durst. Alles war sorgfältig und mit viel Liebe vorbereitet. Von wem? Wie immer von Anette und Pauline.
An der Kälberer Hütte im Schatten gab es dann die Vespertüten. Einmal Händewaschen am mobilen Waschtisch von Wolfgang und Knut und schon konnte jedes Kind den herzhaften, süßen, salzigen, fruchtigen Inhalt genießen. Genau das Richtige für diesen heißen Ferienspaßtag.
Mit neuer Energie waren die Kombinationsaufgaben bei der Party zum schwarzen Dachs ein Kinderspiel und alle Tiere, die sich auf der Party tummelten, wurden erkannt. Die Zeit war schon fast um und der Abstieg zum Parkplatz war eine Leichtigkeit für die Jungs und Mädels.
Auf halber Höhe dann die große Überraschung! Wer hängt denn da am Nistkasten und schaut aus großen Augen auf die lustige Kinderschar herunter. Ein Siebenschläfer (Bilch), ihm war es wohl zu warm geworden in seiner Behausung. Nur kamen da gerade die Kinder des Wegs und er erstarrte vor Aufregung.
Nun gab es für ihn kein vor und kein zurück. So konnten alle diesen Wicht genau beobachten und selbst für Wolfgang war es das erste Mal, dass er den Bilch von nahem sah. Das war noch ein ganz besonderer Moment bevor Monika unsere Homepage Dame am Ende des Waldes auf den Baumstämme noch ein Gruppenfoto machte.
Es hat Spaß gemacht mit Euch, ihr Kinder aus Walldorf, Wiesloch und Dielheim.
Ein großes Dankeschön sei hier wohl angebracht an Wolfgang, Knut, Nicole und Anette und Gisela, die diesen Nachmittag mit den Kindern gestalteten.
G. Krewing-Rambausek