Dabei: Mitglieder des Heimatvereins Unterhof e. V.
Es gehört schon eine große Portion Enthusiasmus, Menschenfreundlichkeit und Solidarität für die eigene Gemeinde dazu bei so einer unglücklichen Wetterkonstellation den Unrat von Mitmenschen aufzusammeln. Es war kalt, es regnete, es schneite und der Wind tat das Übrige dazu um diese Aktion nicht besonders attraktiv, nein gerade zu unvorteilhaft zu machen. Dennoch! Eine kleine gut motivierte Gruppe machte sich am Samstagmorgen auf die Suche nach dem Müll. Suchen ist hier sicher nicht der passende Ausdruck, denn schon wie in den voraus gegangenen Jahren lagen die achtlos weggeworfenen Gegenstände gut sichtbar überall im Gelände herum. Die vorgegebene Strecke für die Akteure begann an der Bushaltestelle an der L 612, führte hinauf durch den Unterhof der K4178 entlang und mündete dann in den Radweg bis zum Oberhof, dort kurz durch das Dorf, oben wieder über die K4178 zum Wald hinunter zum Waldparkplatz.
Das Stück durch den Tunnel beim Oberhof gehörte auch noch dazu. Zurück führte die Strecke durch den Wald zum Unterhof und dort endete die ganze Aktion samt dem eingesammelten Müll im Hof von Wolfgang Laier dem Vorsitzenden des Heimatverein Unterhof.
Die Zusammensetzung der Akteure war hochkarätig! Allein vom Vorstand des Heimatvereins waren Nicole Pellen, Knut Schmitt, Wilhelm Fuchs und Wolfgang Laier mit dabei und die gesamte Familie Kneisel, Dana, Ruth und Ralf.
Die Analyse der Zusammensetzung der eingesammelten Gegenstände lässt keine positiven Rückschlüsse auf unsere Gesellschaft zu. Die gesamte Menge an Unrat war nicht im Geringsten weniger als in den Vorjahren. Wieder fiel der Mix an leeren Alkoholflaschen gleich am Straßenrand auf. Wein, Bier, Sekt, Wodka, Flachmänner mit Inhalt jeglicher Alkoholarten.
Da fragt man sich doch was so alles an alkoholischen Getränken während einer Autofahrt konsumiert wird. Ähnliche Ansammlungen gibt es weder an den Radwegen noch auf dem Fußweg durch den Wald. Alte Autoreifen fand die Gruppe gleich nach der Autowerkstatt im Gebüsch, wie auch im letzten Jahr. Alle aktuellen Verpackungsarten waren zu finden, von der Pizzaschachtel über Mac Donald zu Kaffeebecher to go und den üblichen Zigarettenschachteln. Nicht zu vergessen die Zeichen der Corona Krise! Raus aus dem Bus und weg mit der Maske, hinaus in Feld und Flur. War da nicht was mit Restmüll bei deren Entsorgung???
Nicht die ganze Strecke wurde von den Müllsammlern zu Fuß bewältigt. Auf dem Treckeranhänger ging es zurück durch den Wald und die wenigen weg geworfenen Gegenstände am Wegesrand konnte man vom Hänger aus aufsammeln.
Ende gut, alles gut, so konnte man den Samstagmorgen abrunden, denn im Schulhof in Horrenberg gab es zum Abschluss ein leckeres, gemeinsames Vesper für alle Teilnehmer/innen von der Gemeindeverwaltung.
Und! Den Dank von Bürgermeister Glasbrenner für die geleistete Arbeit unter erschwerten Bedingungen.
G. Krewing-Rambausek