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Martinsumzug 2014

Martinsumzug 2014
7. November 2014

Alles drehte sich um den Heiligen St. Martin wenn auch der diesjährige Umzug schon am Freitag, dem 7. November stattfand.

Es gab ein Martinspferd, Martinslieder, eine Geschichte, die sich um den Namen des Heiligen rankte, Martinsbrezeln, Martinskinderpunsch und Martinshonigglühwein! Was machte es da aus, dass sich der Martinsumzug im Unterhof nicht genau am 11. November, dem Martinstag, durch das kleine Dorf schlängelte. Schlängelte ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck für den überaus langen Zug von Erwachsenen und Kindern mit ihren bunten Lichtern. Das war eher eine riesen Martinslichterkettenschlange, die sich gemächlich vom Dorf aus durch den Wald bewegte um dann wieder im alten Ortskern anzukommen. Dort entfaltete sich die Schlange zu einem kunterbunten auf- und niedergehenden Lichterspiel. Dieses Jahr überwogen die selbst gebastelten Laternen und entsprechend der jahreszeitlich bedingten Dunkelheit waren doch etliche Eulen zu sehen nebst Pinguin, Sternenleuchten und Drachenflitzern. Es waren so viele große und kleine Menschen anwesend, dass man bei der Hundert einfach aufgehört hat weiter zu zählen.

Beate hatte sich für diesen Abend wieder mal Zeit genommen um die Martinslieder mit der Gitarre zu begleiten. Bei Elke in der Küche hatte es den ganzen Tag schon köstlich nach Kinderpunsch gerochen. Helml hatte die Brezeln abgeholt und mit Knut den heißen Glühweintopf hinunter ins Dorf getragen. Wobei dies keine ungefährliche Aufgabe ist, denn in dem Haus, in dem das Getränk entsteht, ist die Luft erfüllt von Glühweinduft. Leicht bekommt man da schon beim ganz normalen Atmen einen kleinen Martinsschwips. Im Dorf unten war auch alles für die vielen Gäste vorbereitet. Da zeigte sich Antons und Wolfgangs langjährige Routine.

So geschieht am Martinsumzugsabend genau das, um was es in der Legende um den Heiligen St. Martin geht, hier in unserem Dorf. Es wird geteilt, die Aufgaben, die Arbeit, die Freude, das gemeinsame Singen, der Honigwein, der Kinderpunsch und auch manche Martinsbrezel wurde für zwei Zwerge in zwei Teile geteilt, das Gespräch, die Neuigkeiten, das Geschehen und der Bollerwagen, in den doch locker zwei Kinder und zwei Laternen passten. Ob ihn jetzt zwei gezogen haben war in der Dunkelheit des Waldes nicht zu erfassen.

Die Erwachsenen, die Kinder, sie teilten die Worte, das Beisammensein für einen Abend im Lichterschein der Laternen.

G. Krewing-Rambausek