Tipp, tipp, tapp, die Straßen auf und ab ohne Mond und Sterne nur das Licht der kleinen Laternen. Tropf, tropf, tropf, der Regen auf den Kopf von vielen Kindern, die mit Mut und ihrer Laterne singen Martinslieder dennoch gerne! Man hätte meinen können bei dieser Wetterlage würde der Martinsumzug im Unterhof am Freitag, dem 8. November einfach ins Wasser fallen und irgendwo davon schwimmen bis zum nächsten Jahr. Weit gefehlt!
Warm und wasserdicht verpackt, die Kinder samt Laternen, wanderte der Umzug durch das Dorf. Voran stolz auf ihrem Martinsrösslein Hanni ritt stellvertretend für den Heiligen St. Martin, die Emma von Unterhof mit Goldhelm im roten Gewand!
Da wurde noch die Geschichte vom Bauern Michel aus Michelshausen zu Beginn des Umzugs erzählt und selbst der Bürgermeister Herr Glasbrenner ließ es sich nicht nehmen selbst bei diesem Regen mit durch unser Dorf zu gehen. War auch die Besucherzahl nicht ganz so groß wie bei bester Wetterlage, die Stimmung war bestens und das gemeinsame Singen der Lieder an den Straßenecken klang so hell und klar durch die Nacht wie in jedem Jahr.
Unter dem Dach des Geräteschuppens dampften Honigglühwein und Kinderpunsch, die Kisten mit den Martinsbrezeln standen daneben schon bereit.
Es war gemütlich in der Runde und die Nacht auch ohne Mond und Sterne gab was sie den Menschen geben konnte. Gemeinsamkeit, Gespräche und Lieder, fröhliche Gesichter und die Sicherheit im nächsten Jahr kommt alles wieder.
In diesem Sinne wünscht die Vorstandschaft des Heimatvereins Unterhof allen Menschen in der Gegend eine fröhliche Adventszeit. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 13. Dezember beim Weihnachtsmarkt im Dorf.
Für den Verein: G. Krewing-Rambausek