Wandertag des Heimatvereins Unterhof am Sonntag, den 2. Juni
Für diese Strecke benötigte man keinen gültigen Fahrschein und keine Sitzplatzreservierung! Nur pure Freude am gemeinsam Wandern und ein wenig Abenteuerlust.
Start und Ziel der Unterhof, dazwischen lag die Alte Wirtschaft „Zum Forsthaus“, der Weg hinauf durch den Sallengrundwald zum Metzgerschlag. Bei frühsommerlicher Temperatur und morgendlichem Vogelkonzert keine anstrengende Angelegenheit für die gemischte Gruppe. Jungs voran und wer noch nicht in Topform war, ließ sich fahren oder tragen. Kein Problem, denn an Omas, Opas und Elternbegleitung fehlte es nicht. Gerade dort auf dem Wanderparkplatz beim Metzgerschlag konnten Kinder und Erwachsene das Prachtexemplar einer Blindschleiche genauer betrachten.
Das Tier war im schattigen Wald unterwegs und überquerte vor den Füßen der Wandergruppe den Weg. Berührungsängste gab es keine. Ob die Schleiche so ganz glücklich war, mag dahingestellt sein. In ihrer Starre ließ sie sich bewundern und sicher in Kinderhänden wurde sie zum Wegesrand gebracht.
Zwischen Kornfeldern mit Mohnblumen und Heckenrosen am Rande ging es durch das offene Gelände hinunter in die Hohle nach Baiertal. Nicht, ohne den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und den Steinsberg im Flimmern der heraufziehenden Mittagshitze über dem Kraichgau zu würdigen. Schnurstracks durch Baiertal, vorbei an der Etten-Leur-Halle über den Gauangelbach zum Ende der Straße.
Dort im Schatten der alten Bäume am Auwald stand schon das Getränkemobil! Wasser, Saft, Limo und ein kühles Bier schenkte Wolfgang Laier für jeden durstigen Wanderer aus. Pappelblüten wie Schnee segelten auf die rastende Gruppe. Erfrischt und mit dem Ziel vor Augen ging es weiter in Richtung Erlenbachhof, dann über die L 612. Im Schatten der Bäume am Leimbach entlang, vor Horrenberg wieder über die Straße und zurück durch den Kirchenrückwald heimischen Gefilden entgegen. Am Rande unseres Dorfes in der kühlen Gerätehalle von Rainer erwartete die ausdauernden Wanderer ein zünftiges Vesper. Feldblumensträuße, die Herta und Wolfgang am Morgen gepflückt hatten, schmückten die Tische.
Hier zeigte sich wieder, wie Gemeinschaft gelebt werden kann, trafen doch auch die daheim gebliebenen, nicht Wanderer zum gemeinsamen Vesper ein. Es war nicht nur ein Wandertag an diesem frühsommerlichen Sonntag, es war ein Treffen der Generationen, die miteinander ihre Zeit verbrachten.
Wer unseren Verein kennenlernen möchte, kommt doch einfach mal vorbei zu unserem Dorffest am Samstag, den 20. Juli im alten Ortskern im Unterhof.
G. Krewing-Rambausek