„Weihnachtsmärkte gibt es viele“
Weihnachtsmärkte in Straßburg, Nürnberg, Maulbronn und in anderen, historisch zauberhaften Kulissen gibt es viele. Man kann in überfüllten Zugabteilen zu den schönsten Märkten eilen. Man kann auf Autobahnen stundenlang in Schlangen warten, sich dann durch die Menge schieben, einen kalten Glühwein kriegen, zwischen Menschenmassen kaum die Zeit zum Schauen fassen. Das muss alles gar nicht sein! Wer in diesem Jahr sich zum ersten Male oder wie schon aus Tradition zum Weihnachtsmarkt in den Unterhof aufmachte, wurde nicht enttäuscht. Dass es sich lohnt, erfährt man von den Besuchern selbst, die auch zu diesem Markt nicht nur aus dem nächsten Dorf kamen. Die bauliche Kulisse, die überschaubare Menge der aufgestellten Buden und die bunte Vielfalt auf den Tischen samt dem Wetter, trocken, kühl und klar, sanftes Licht, die Stimmung weihnachtsnah.
Handarbeiten, Holzfiguren, Kissen, Decken, Spielzeug hübsch. Eine Variation Tiergestalten aus rostigem Metall, ein hübscher Anblick vor der alten Treppe, gut verkauft. Nicht Plunder, Unnötiges, nein, alles Dinge die man verschenken doch auch selber brauchen kann.
Viele blieben länger stehen um sich die zauberhaften, in handwerklicher Feinarbeit gestalteten Krippen anzusehen.
Wer gleich die richtige Übersicht hatte, bemerkte sofort, dass dieser kleine Weihnachtsmarkt auch auf kulinarischer Ebene keine Wünsche offen ließ. Zum Start die Kürbissuppe - ein köstlicher Genuss. Wer`s herzhaft mochte, wählte sich zur Hauptspeise das deftige Wildgulasch. Wem das nicht ganz so lag, der fand den selbstgemachten Flammkuchen als Alternative wunderbar.
Als Grundlage für den wirklich immer super heißen Glühwein vom Heimatverein aus geschenkt gab es Steaks und Würstchen frisch vom Grill.
Wer hier ins Dorf kam, blieb ein Weilchen aus dem dann eine Weile wurde, denn meist trifft man Freunde und Bekannte. Und wie so oft hatte man sich länger nicht gesehen und schon blieb man Stunden stehen. Um das durchzuhalten waren heiße Maronen gar nicht schlecht und frieren konnte man nicht lange, da kam der Eierlikör, frisch, heißgemacht gleich recht. Dazwischen konnte man beim Kuchen naschen eine paar Worte von der Ansprache unseres Bürgermeisters erhaschen, der selbstverständlich wie in jedem Jahr auch auf dem Dorfplatz war. Wer jetzt glaubt hier sei schon alles erwähnt was es auf dem Weihnachtsmarkt gab, der irrt gewaltig. Man kann viel schreiben und erzählen, doch besser ist`s man ist mal selbst bei unserem Markt gewesen. Denn Atmosphäre, Zauberlicht und zuckersüßen Weihnachtsduft, das kann man nicht so schreiben wie es wirklich ist, das muss man selbst erleben.
Darum jetzt Schluss mit all der Schreiberei, kommt einfach im nächsten Jahr zum Weihnachtmarkt bei uns vorbei.
G. Krewing-Rambausek