Das Wandern ist des Müllers Lust! Auch das Wandern der 66 Heimatvereinsmitglieder, zu der Mühle Ebert am rauschenden Leimbach nach Dielheim und danach zum gemeinsamen Abendessen in die Mühlengaststätte „Zum Weißen Rössel“ und zurück in das Dorf war eine Lust!
So kurz und bündig könnte man die diesjährige Winterwanderung des Heimatvereins Unterhof auf den Nenner bringen.
Doch dahinter verbirgt sich viel mehr! Es ging los etwas nach 14:00 Uhr für die 66 Wanderer im Unterhof entlang dem Leimbach nach Dielheim in das Industriegebiet zum Zentrallager der Mühle Ebert. Auf dem Weg eine kurze Kalorienpause bei Wolfgang Laier an der Eierlikörtankstelle. Am Zentrallager erwartete die auf 72 Teilnehmer/innen angewachsene Gruppe Bernd Ebert der Mühlenbesitzer. Hinein ging es in das Gebäude und schon bald war durch die ausführlichen und interessanten Ausführungen von Herrn Ebert klar, was so alles vorrätig sein muss, damit danach in der Mühle ein Sack hochwertiges Pferdefutter erzeugt werden kann. Diese Rohstoffe, Grundmaterialien werden per eigenem LKW in die Talstraße zur eigentlichen Produktion in die Mühle gefahren.
Die Wanderer schafften an diesem Samstag diese kurze Wegstrecke auch zu Fuß. In der Mühle erläuterte Herr Ebert den überaus interessierten Zuhörer/innen wie durch verschiedene Arbeitsabläufe mit hochwertigen Mischanlagen die unterschiedlichsten Pferdefuttersorten entstehen. Denn! Pferd ist nicht gleich Pferd und nicht jedes Pferd mag jedes Futter und auch Pferde haben Wehwehchen und manche auch größere Probleme. Da gibt es die Rennpferde, die Arbeitspferde, die Reitpferde und und… große und kleine!
Gerade auf die individuellen Bedürfnisse all dieser Tiere und die Vorstellungen der Pferdezüchter sind die Futtermischungen von Bernd Ebert und seinen Mitarbeiter/innen spezialisiert. Eines mag sicher sein, wenn man auf Reisen geht mag(kann) man in so manchem Land auch einen Sack Pferdefutter aus Dielheim bei den Stallungen sehen. Es gab viel zu Fragen und Erklärungen wurden ausführlich und verständlich von Bernd Ebert gegeben. Noch sein Großvater hatte ein Mühlrad am rauschenden Leimbach in Betrieb. Heute steht hier eine moderne, hochtechnisierte Großmühle. Nach diesen geballten, hochkarätigen Informationen durch Herrn Ebert wanderte die Gruppe hinauf zum Mühlengasthof Weißes Rössel.
Dort hat es wohl geschmeckt, denn die letzen 6 Personen verließen das Lokal erst gegen neun am Abend um sich zu Fuß auf den Rückweg in den Unterhof zu machen. Damit auch alle sicher ankamen, machte Wolfgang Laier noch eine Absackerkontrolle beim Rückhaltebecken in der Aue. Fassen wir das Ganze noch einmal kurz zusammen: Wanderlust der Müller/innen zur Pferdefuttermühle mit Abschluss im Mühlengasthof „Zum Weißen Rössel“. Wer da keinen Zusammenhang sieht, der hat wohl nicht aufgepasst. Danke an Herrn Ebert für die freundliche und engagierte Mühlenführung.
G. Krewing-Rambausek/Schriftführerin